Während sich BergsportlerInnen aller Art auf die kommende Saison freuen, gibt es neben der Kälte und dem Schnee eine oft unterschätzte Gefahr, die es besonders in den Bergen zu beachten gilt: die UV-Strahlung. Im Winter denken viele, dass die Sonnenstrahlen weniger intensiv sind aber gerade in den Bergen ist das Gegenteil der Fall.
Je höher man sich über dem Meeresspiegel befindet, desto dünner wird die Atmosphäre. In den Bergen ist die UV-Strahlung oft um 10-12% intensiver pro 1.000 Höhenmeter. Das bedeutet, dass auf einer Höhe von 2.000 bis 3.000 Metern der UV-Index deutlich höher sein kann als im Tal. Dies stellt für BergsportlerInnen eine große Herausforderung dar, besonders an sonnigen Tagen, wenn die Gefahr durch die direkte Strahlung zunimmt. Doch was bedeutet das in der Praxis?
Die Winter-Saison bringt nicht nur eisige Temperaturen, sondern auch eine erhöhte UV-Strahlenbelastung, besonders in den Bergen. Wer sicher in den Bergen unterwegs sein möchte, sollte sich der Gefahren durch die Sonne bewusst sein und entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen. Als Illustration dafür haben wir den UV-Index im Tal und in der Höhe verglichen.


UV-Index Verlauf
Im Tal scheint die Sonne schwächer und die Luftfeuchtigkeit ist höher, was dazu führt, dass der UV-Index niedriger ist. Doch sobald man sich auf die Gipfel begibt, steigt der UV-Index stark an. Beispielsweise kann der UV-Index an einem klaren Wintertag im Tal bei 2-3 liegen, während er auf einer Skipiste auf 2.000 Metern Höhe bei 6-7 oder sogar höher liegt. Das bedeutet ein deutlich erhöhtes Risiko für Sonnenbrand und langfristige Hautschäden.
Ein weiterer Faktor, der den UV-Index in den Bergen noch gefährlicher macht, ist der Schnee. Frischer Schnee kann bis zu 80% der UV-Strahlen reflektieren, was bedeutet, dass BergsportlerInnen von zwei Seiten UV-Strahlen ausgesetzt sind: einmal direkt von der Sonne und zusätzlich durch die Reflexion des Schnees von unten. Das ist im Tal weniger ein Problem, wo die Schneedecke oft geringer ist oder komplett fehlt.
Sonnenschutz auftragen: Auch im Winter sollte Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 30, besser 50) verwendet werden, da die UV-Belastung in den Bergen stärker ist.
Sonnenbrille: Eine gute Sonnenbrille oder Skibrille mit UV-Schutz ist ein Muss, um die Augen vor den intensiven Strahlen zu schützen und Schneeblindheit vorzubeugen.
Lippenbalsam mit UV-Schutz: Die Lippen sind besonders empfindlich und sollten ebenfalls geschützt werden.